ESG im Alltag der Kunden: So setzen smarte Banken echte Impulse

25.September

Nachhaltigkeit im Finanzsektor ist kein PR-Thema mehr – sie wird zum echten Wettbewerbsfaktor.
Doch viele ESG-Initiativen verpuffen, weil sie nicht dort greifen, wo sie wirklich etwas bewirken können: beim Verhalten der Kunden. Wer Nachhaltigkeit erlebbar machen will, muss dort ansetzen, wo täglich Entscheidungen getroffen werden – beim Bezahlen.

Was bedeutet ESG eigentlich?

ESG steht für Environmental, Social und Governance – also ökologische, soziale und unternehmensethische Kriterien, die bei Investitionen, Produkten und Unternehmensentscheidungen berücksichtigt werden.
Für Banken bedeutet das z. B.:

  • E wie Environmental: CO₂-Fußabdruck von Transaktionen sichtbar machen, nachhaltige Konsumentscheidungen fördern
  • S wie Social: finanzielle Inklusion, Förderung lokaler Händler, Schutz von Kundendaten
  • G wie Governance: transparente Kommunikation, ethischer Umgang mit Kundengeldern und Daten

ESG ist längst nicht mehr nur ein regulatorisches Thema, sondern zentral für Marke, Kundenbindung und Differenzierung.

 

Status Quo: ESG ist Pflicht – aber selten relevant im Alltag

  • Laut einer PwC-Studie (2023) sehen 76 % der Bankkund:innen Nachhaltigkeit als wichtig bei der Auswahl von Finanzprodukten.
  • Gleichzeitig geben nur 17 % an, konkrete ESG-Angebote aktiv wahrzunehmen oder zu nutzen.
  • Banken investieren massiv in ESG-Strategien – doch oft fehlt der letzte Schritt zum Kunden.

Was fehlt: Transparenz und Interaktion auf Augenhöhe.
Was funktioniert: Echte Anreize, verständliche Signale und einfache Tools zur Verhaltensänderung.

 

Der Hebel: Transaktionsdaten verstehen – und ESG-relevant nutzen

Jede Zahlung erzählt eine Geschichte. Und diese Daten sind die perfekte Grundlage für ESG-Kommunikation – wenn sie richtig ausgewertet und angespielt werden.

Was heute möglich ist:

  • Kategorisierung nach ESG-Kriterien
    → Erkenne, ob Ausgaben z. B. bei nachhaltigen vs. nicht-nachhaltigen Händlern getätigt wurden
  • Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Transaktionen
    → z. B. über Partnerschnittstellen wie Plan A, Doconomy oder eigene Algorithmen
  • Triggerlogiken für nachhaltige Kommunikation
    → z. B. „Sie haben diesen Monat 6x bei lokalen Händlern eingekauft – das freut nicht nur die Umwelt.“

 

Acceleraid Use Case: ESG-Trigger im Customer Lifecycle

Mit Acceleraid können Banken ESG-Signale automatisiert auslösen, basierend auf Transaktionen, Verhaltensmustern und Kundensegmenten:

Beispiele:

  • Kauf bei nachhaltigem Händler erkannt
    → Trigger: „Danke, dass Sie bei [lokalem Bioanbieter] eingekauft haben – Ihr CO₂-Fußabdruck ist damit geringer als der Durchschnitt.“
  • Mehrere Flugreisen mit der Karte erkannt
    → Trigger: Angebot zur freiwilligen Kompensation oder Hinweis auf nachhaltige Alternativen
  • ESG-Inaktivität erkannt (z. B. kein Nachhaltigkeitsprodukt genutzt)
    → Trigger: „Wussten Sie, dass Ihre Karte automatisch Green Cashback bieten kann?“

Der Effekt: Nachhaltigkeit nicht fordern – sondern fördern

Menschen ändern ihr Verhalten nicht durch Belehrung, sondern durch smarte Impulse.
ESG-Nudging funktioniert dann, wenn es relevant, personalisiert und unmittelbar ist.

Mit Acceleraid können Banken:

  • ESG-Strategien in den Alltag der Nutzer integrieren
  • Nachhaltigkeit datenbasiert sichtbar machen
  • CO₂-Ausgleichsprogramme in Kundenreisen integrieren
  • ESG-Scores zur Segmentierung & Ansprache nutzen

 

Fazit:

Green Banking beginnt nicht in der Bilanz – sondern in der App.

Wer ESG-Ziele ernst meint, muss sie runterbrechen auf jede einzelne Transaktion.
Mit der richtigen Technologie lassen sich aus Verhalten echte ESG-Impulse ableiten – automatisiert, kontextbezogen und messbar.